Refugium, 2024

Das erste Album entstand noch mit viel Unwissen über die Musikrichtung, in die es gehen sollte. 
Nachdem die ersten Texte geschrieben wurden, konnte es nur Deutsch-Rap/Hip-Hop/Pop 
sein, da die Texte eine enorme Vielschichtigkeit aufzeigten und sehr textlastig waren.

Refugium behandelt meine Kindheit, Jugend und die schweren Phasen in meinem Leben, bis hin zum aktuellen Zeitpunkt. Mir fiel dadurch ein Stein vom Herzen, als ich die Songs erschuf. Etwas fiel von mir ab, was so lange in mir drin für Unruhe sorgte. 

Auch wenn die Texte Explizit sind, vielleicht roh wirken, spiegeln sie dennoch 39 Jahre wieder und reißen einzelne Kapitel in meinem Leben an, die man nicht schöner umschreiben könnte. 

Hier sind die Songtexte und die dazugehörigen Hintergründe und Artworks: 

Intro Göre im Glanz

Das Leben ist ein Theater. Und davon gibt es mehr als genug im Leben. 

Es verdient einen feierlichen Einstieg in das Album. 

Göre im Glanz

Göre im Glanz dreht sich eigentlich um die Jugendzeit. Die erste Phase der Rebellion und des Erwachsenwerdens. Man kann gefühlt alles erreichen und man ist begehrt, in einer inneren Revolution und hält sich für den Mittelpunkt dieser Welt. 

Es war wie es war.

Narzissenstrauß

Meine Eltern sollten eigentlich nur diesen einen Song erhalten, da ich durch mit ihnen bin. Mein Vater ein cholerischer Trinker, meine Mutter eine Narzisstin. Dadurch war es für mich und meine Schwester nicht sonderlich leicht. 

Heute, ohne Kontakt zu beiden und mit dem nötigen Abstand, erkenne ich ihre Traurigkeit an, ohne es zu entschuldigen. Sie müssen jetzt alleine damit zurecht kommen. 

Sommerregen

Die erste Liebe. Die erste Liebe. Die erste Liebe.. und alles was dazu gehört.

Es ist ein kurzer kleiner Moment, an dem die Zeit einfach still steht. 
 

Die neue Realität

Der zweite Song über den Moment, als mein Vater durchgedreht ist und uns auf die Straße gesetzt hatte, nachdem er einfach zugeschlagen hatte. 

Es ist der Moment, in dem man schneller als andere erwachsen wird. 

Und vorerst auch der letzte Song über meine Eltern.

Konfettiherz

Eine toxische und ungünstige Beziehung zu einem Menschen, der mich isolierte und ganz klein machte. 

Bis zum Schluss dachte diese Person nicht, dass ich sie verlassen könnte. 


 

Ich bin im Sale ( Intro König der Ratten)

Eine düstere Zeit in Leipzig, in der ich einfach mein Herz an alles schenkte, was vorbei kam. 

Durch die Massen an Dates, fühlte ich mich im im Ausverkauf.
 

König der Ratten 

Ganz unten angekommen und von falschen Freunden umgeben, hatte ich eigentlich das Gefühl, dass ich mich total verloren hatte. In dieser Phase des Lebens, zieht es Menschen an, die noch kaputter als man selbst ist und man wird scnell auf einen Thron gesetzt, weil man doch noch etwas mehr leuchtet als der Rest. 
 

SeelenSlam

Eigentlich ein inneres Gefühl, dass mich seitdem ich neue Wege beschritten hatte und nach Berlin zog, begleitete. Die Wut in mir ist ein Teil von mir und manchmal ist da viel Depression in mir. 
 

Intro Refugium

Wer braucht nicht ein kleines Refugium und wie jeder Palast braucht es auch eine Empfangshalle. 
 

Refugium

Der eigentliche Song aus einer aktuellen Zeit, die Chance, dass mein Partner ich und unser kleiner Hund in einer kleinen Parallelwelt ein Refugium gefunden haben. Mit dem Wegzog aus der Berliner Innenstadt an den Rand, hat sich viel geändert und getan. 
Hier ist ein Ort für Kunst rausgekommen. 

Mich trifft es wirklich schwer in mein Herz, dass diese Konstellation irgendwann nicht mehr bestehen wird. Unsere Hundedame ist 8 Jahre alt und wer weiß wie viel Zeit wir haben werden. 
 

Gosse en èclat (Bonus Track)

Göre im Glanz nochmal auf französisch, dass ich in der Schule einmal hatte. Ich mag den Sound der Sprache und den Vibe, der Rap auf Französisch ausmacht. 

Refugium (Bonus Akustik Track)

Die Akustik Variante von Refugium in seiner reinen Form. 

Danach brach etwas neues in mir auf und ich merkte, dass da ganz viele kleine Momente in mir drin sind, die rausmüssen. Als ich Refugium schrieb, war ich eigentlich noch voll in der Wut  und umgeben von Ungereimtheiten. Und plötzlich ging mein Herz auf und meine Musik veränderte sich. Meine Texte wurden weicher und da war nicht mehr diese Oberflächlichkeit. Ich hörte in mich herein und schloss das Kapitel mit einer Ballade ab. 
 

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